Über unsInvestorenPresseKontakt
Home > Investoren > Meldungen > 6. April 2017

6. April 2017

Pressemitteilung der Greiffenberger AG (WKN 589730 / ISIN DE0005897300)


Greiffenberger AG: Vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2016


• Vorläufige Zahlen 2016 von Greiffenberger-Konzern und Greiffenberger AG deutlich geprägt von einmaligen Effekten aus der Umsetzung des Konzepts zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit sowie zur nachhaltigen Verbesserung der Ertrags- und Liquiditätssituation der Greiffenberger-Gruppe
• Für das Geschäftsjahr 2017 sehr deutliche Umsatzsteigerung und deutliche, im Verhältnis zum Umsatz spürbar überproportionale Steigerung des Ergebnisses aus dem operativen Geschäft des Greiffenberger-Konzerns erwartet
• Jahresabschluss der Greiffenberger AG für das Geschäftsjahr 2015 geändert, mit uneingeschränktem Bestätigungsvermerk versehen und festgestellt


Augsburg, 6. April 2017 – Die Greiffenberger AG hat in 2016 nochmals ein sehr schwieriges Geschäftsjahr absolviert. Im Zuge der Umsetzung des Konzepts zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit sowie zur nachhaltigen Verbesserung der Ertrags- und Liquiditätssituation ("Zukunftssicherungs- und Restrukturierungskonzept") der Greiffenberger-Gruppe wurden im Geschäftsjahr 2016 deutliche Veränderungen der Konzernstruktur eingeleitet. Konzernabschluss (IFRS) und Jahresabschluss (HGB) für das zum 31. Dezember 2016 endende Geschäftsjahr der Greiffenberger AG sind daher mit dem Vorjahr nur eingeschränkt vergleichbar.

Greiffenberger-Konzern: Vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2016 (IFRS)

Der Verkauf des ehemaligen Unternehmensbereichs Antriebstechnik (Teilkonzern ABM), der im Geschäftsjahr 2015 über 60 % zum Konzernumsatz beigetragen hatte, ist zum 1. Oktober 2016 vollzogen worden. Dementsprechend wurde dieser im Konzernabschluss der Greiffenberger AG entsprechend IFRS 5 umgegliedert und zum 1. Oktober 2016 entkonsolidiert. Der bisherige Unternehmensbereich Kanalsanierungstechnologie (Teilkonzern BKP) wurde als Veräußerungsgruppe im Sinne des IFRS 5 umgegliedert, weil die Veräußerung des 75 %-Anteils an dessen Obergesellschaft, der BKP Berolina Polyester GmbH & Co. KG, zum Tag der Aufstellung des Konzernabschlusses am 31. März 2017 nicht abgeschlossen war; einzelne Vollzugsvoraussetzungen, für deren Erfüllung die Mitwirkung zweier bisheriger Finanzierungspartner der BKP Berolina Polyester GmbH & Co. KG erforderlich ist, sind bislang nicht eingetreten.

Einmalige und zu erwartende Effekte aus der Umsetzung des Zukunftssicherungs- und Restrukturierungskonzepts führten ergebnisseitig in Summe zu erheblichen Verbesserungen gegenüber dem Vorjahr. Negativ wirkten sich die Aufwendungen für die Restrukturierung und die Finanzierungsprozesse sowie weitere aufgrund der Unternehmenssituation temporär erhöhte Aufwendungen aus. Gegenläufig kamen positive einmalige Effekte wie insbesondere der mit dem neuen Genussrechtsgläubiger vereinbarte Verzicht auf Teile des Genussrechtskapitals zum Tragen. In Summe überwogen die positiven Effekte die insgesamt spürbar über den ursprünglichen Erwartungen liegenden Aufwendungen für die Restrukturierung und die Finanzierungsprozesse.

Die Gesellschaft erwartet, dass die für den Greiffenberger-Konzern für das Geschäftsjahr 2016 spezifizierten Umsatz- und Ergebnisziele insgesamt realisiert wurden. Der künftig verbleibende Unternehmensbereich Metallbandsägeblätter & Präzisionsbandstahl zeigte mit einem Umsatz von 44,2 Mio. € nach 43,5 Mio. € im Vorjahr (+1,6 %) das prognostizierte moderate Umsatzwachstum. Ergebnisseitig konnte in diesem Unternehmensbereich im zweiten Halbjahr 2016 eine über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres liegende EBIT-Entwicklung erreicht werden, sodass auf Gesamtjahressicht ein EBIT in Höhe von 1,6 Mio. € (Vj. 1,8 Mio. €) resultierte. Insgesamt weist der Greiffenberger-Konzern ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 5,8 Mio. € (Vj. 2,9 Mio. €), ein Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit (EBIT) von 3,7 Mio. € (Vj. 0,7 Mio. €) und ein Ergebnis vor Steuern (EBT) von 1,5 Mio. € (Vj. -1,4 Mio. €) aus. Das in der Gesamtergebnisrechnung unterhalb des EBT enthaltene Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche verbesserte sich nach vorläufigen Zahlen gegenüber dem für das Vorjahr ausgewiesenen Vergleichswert von -17,6 Mio. € auf -2,8 Mio. €. Unter dem Strich resultierte hieraus für das Geschäftsjahr 2016 im Greiffenberger-Konzern ein zwar verbessertes, jedoch unverändert negatives Ergebnis je Aktie in Höhe von -0,19 € (Vj. -4,83 €).

Das Konzern-Eigenkapital verringerte sich zum 31. Dezember 2016 um 2,1 Mio. € bzw. 30,6 % auf 4,9 Mio. € (Vj. 7,0 Mio. €). Auf Grundlage einer gleichzeitig erheblich reduzierten Konzern-Bilanzsumme verbesserte sich die Eigenkapitalquote des Greiffenberger-Konzerns um 1,8 Prozentpunkte auf 8,5 % (Vj. 6,7 %). Die Konzern-Nettofinanzverschuldung (Bankverbindlichkeiten inklusive des Genussrechts abzüglich liquider Mittel) konnte schließlich, im Wesentlichen aufgrund der mit der Veräußerung des ehemaligen Unternehmensbereichs Antriebstechnik verbundenen Verringerung von Verbindlichkeiten, um 53,7 % von 43,5 Mio. € auf 20,1 Mio. € bzw. auf ein immer noch hohes Verhältnis zum Eigenkapital von 4,1 (Vj. 6,2) zu 1 reduziert werden.

Greiffenberger AG: Vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2016 (HGB)

Auf Ebene der Greiffenberger AG als Obergesellschaft des Greiffenberger-Konzerns konnte die für das Geschäftsjahr 2016 erwartete Verbesserung der Ergebnisübernahmen aus Organgesellschaften sowie Erträge aus Beteiligungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum erreicht werden, wenngleich sie in ihrer Intensität in Summe hinter den ursprünglichen Erwartungen zurückblieb. Trotzdem resultierte im Berichtsjahr im Jahresabschluss der Greiffenberger AG (HGB) nach vorläufigen Zahlen unter dem Strich ein über den ursprünglichen Erwartungen liegendes Ergebnis nach Steuern in Höhe von knapp 2 Mio. € (Vj. -33,35 Mio. €). Auch für diese Ergebnisentwicklung waren positive einmalige Effekte aus der Umsetzung des Zukunftssicherungs- und Restrukturierungskonzepts, wie insbesondere der mit dem neuen Genussrechtsgläubiger vereinbarte Verzicht auf Teile des Genussrechtskapitals, verantwortlich.

Greiffenberger-Konzern: Erwartungen für das Geschäftsjahr 2017 (IFRS)

Mit der Fertigstellung des für die Greiffenberger AG und ihre verbliebene Organgesellschaft J.N. Eberle & Cie. GmbH erarbeiteten Restrukturierungskonzepts im September 2016 und der Änderung und Verlängerung des bestehenden Konsortialdarlehensvertrags im Oktober 2016 konnte die mittelfristige Finanzierung der Greiffenberger AG und ihres künftig verbleibenden Unternehmensbereichs Metallbandsägeblätter & Präzisionsbandstahl bei weiterhin planmäßigem Geschäftsverlauf bis September 2019 sichergestellt werden. Voraussetzung hierfür ist u.a. die erfolgreiche Realisierung der aus der Umsetzung dieses Restrukturierungskonzepts erwarteten positiven Effekte, die auch maßgeblich für die künftige Einhaltung der mit den Fremdfinanzierungspartnern vereinbarten Finanzkennzahlen ("Covenants") sind. Auf Grundlage der in diesem Konzept getroffenen Annahmen wird für den Greiffenberger-Konzern für 2017 eine sehr deutliche Umsatzsteigerung und eine deutliche, im Verhältnis zum Umsatz spürbar überproportionale Steigerung des Ergebnisses aus dem operativen Geschäft erwartet. Bei gegenüber dem Geschäftsjahr 2016 gleichbleibendem oder verbessertem Finanzergebnis sollte das für 2017 erwartete EBIT eine Grundlage für ein positives Ergebnis vor Steuern (EBT) auf Konzernebene bieten.

Greiffenberger AG: Geänderter Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2015 (HGB)

Der Abschlussprüfer der Gesellschaft hatte die Prüfung von Konzern- und Jahresabschluss der Greiffenberger AG für das zum 31. Dezember 2015 endende Geschäftsjahr in der vom Vorstand der Gesellschaft jeweils am 31. März 2016 aufgestellten und am 28. April 2016 geänderten und fristgerecht offengelegten Fassung am 8. Juli 2016 jeweils mit einem Versagungsvermerk aufgrund Prüfungshemmnis abgeschlossen und das seinerzeitige Prüfungshemmnis damit begründet, dass ihm aussagefähige Unterlagen zur Beurteilung der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (sog. going concern) nicht vorgelegt werden konnten. Zum Zeitpunkt der anschließenden Feststellung des Jahresabschlusses sowie der Billigung des Konzernabschlusses der Greiffenberger AG jeweils für das zum 31. Dezember 2015 endende Geschäftsjahr durch den Aufsichtsrat der Gesellschaft am 12. Juli 2016 war die Prüfung des Jahresabschlusses der ABM Greiffenberger Antriebstechnik GmbH, Marktredwitz, an der die Greiffenberger AG damals 100 % der Anteile hielt, für das zum 31. Dezember 2015 endende Geschäftsjahr noch nicht abgeschlossen; der Abschluss dieser Prüfung erfolgte am 8. Februar 2017. Hierbei haben sich gegenüber der von der Geschäftsführung der ABM Greiffenberger Antriebstechnik GmbH am 18. Februar 2016 aufgestellten Fassung des Jahresabschlusses Änderungen ergeben. Vorstand und Aufsichtsrat der Greiffenberger AG haben beschlossen, den festgestellten Jahresabschluss und Lagebericht der Greiffenberger AG für das zum 31. Dezember 2015 endende Geschäftsjahr zu ändern, um insbesondere eine gleichlautende Durchführung des bis zum 30. September 2016 mit der ABM Greiffenberger Antriebstechnik GmbH bestehenden Ergebnisabführungsvertrags sicherzustellen. In Summe weist der geänderte Jahresabschluss 2015 der Greiffenberger AG eine nur unwesentliche Veränderung des sich für das Geschäftsjahr 2015 ergebenden Jahresfehlbetrags um -0,13 Mio. € auf 33,35 Mio. € (zum Vergleich: in der Fassung vom 28. April 2016 war ein Jahresfehlbetrag in Höhe von 33,22 Mio. € ausgewiesen worden) aus. Für den am 29. März 2017 vom Vorstand entsprechend geänderten Jahresabschluss für das zum 31. Dezember 2015 endende Geschäftsjahr wurde am 30. März 2017 durch den Abschlussprüfer ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt, seine Feststellung durch den Aufsichtsrat der Gesellschaft erfolgte am 31. März 2017.

Die Veröffentlichung des geänderten Jahresabschlusses der Greiffenberger AG für das zum 31. Dezember 2015 endende Geschäftsjahr ist für Freitag, den 7. April 2017 vorgesehen.

Hinweise:

Sämtliche in dieser Mitteilung enthaltenen Finanzangaben, mit Ausnahme der Ausführungen zum geänderten Jahresabschluss 2015, beruhen auf vorläufigen und vom Abschlussprüfer der Gesellschaft noch nicht abschließend geprüften Zahlen.

Die Veröffentlichung von Konzern- und Jahresabschluss der Greiffenberger AG für das zum 31. Dezember 2016 endende Geschäftsjahr erfolgt bis Ende April 2017.



Kontakt für Rückfragen:

Greiffenberger AG

 

Greiffenberger AG

Thorsten Braun

 

Martin Döring

Vorstand

 

Vorstand

 

 

 

Eberlestraße 28

 

Eberlestraße 28

86157 Augsburg

 

86157 Augsburg

Tel.: 0821/5212-261

 

Tel.: 0821/5212-261

Fax: 0821/5212-275

 

Fax: 0821/5212-275

thorsten.braun@greiffenberger.de

 

martin.doering@greiffenberger.de

DISCLAIMER